Windows 10 Domänencomputer kann sich nur langsam anmelden

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie das Problem beheben, wenn sich der Windows 10 Domänencomputer nur langsam anmelden kann und mehr Zeit benötigt als erwartet, um den Desktop-Bildschirm anzuzeigen.

Wenn Sie ein IT-Profi sind und mehrere Computer in Ihrem Unternehmen verwalten, könnte Sie dieser Artikel interessieren. Manchmal melden sich Ihre Mitarbeiter oder Kunden, dass Sie sehr lange bei der Windows-Anmeldung warten müssen. Kürzlich kam einer meiner Leser mit diesem Problem auf mich zu. Seine Windows 10 Rechner werden nur sehr langsam angemeldet. In diesem Fall waren die Clientcomputer mit der AD-Domäne (Active Directory) verbunden. Wenn die Anwender ihre Anmeldeinformationen eingeben, benötigt Windows etwa 10 bis 30 Sekunden und mehr, um den Desktop-Bildschirm anzuzeigen. Wenn Anwender die Anmeldung für ein lokales Computerkonto verwendet haben, ist dieses Problem nicht aufgetreten. Wenn Sie in Ihrer Arbeitsumgebung ebenfalls mit demselben Problem konfrontiert sind, erfahren Sie in diesem Beitrag, wie Sie dieses Problem beheben können.

Dieses Problem kann durch Konfigurieren einiger Einstellungen behoben werden. Wenn ein Clientcomputer mit einem Server oder einer Domäne verbunden ist, werden normalerweise einige Einstellungen bereits über DC angewendet. Wenn eine dieser Einstellungen falsch angewendet wird, können Clients auf diese Art von Problem stoßen. Hier erfahren Sie, wie Sie dieses Problem beheben können.

Windows 10 Domänencomputer kann sich nur langsam anmelden

FIX 1 – Verwenden von Gruppenrichtlinien

Normalerweise ist die Gruppenrichtlinienverarbeitung auf Clientcomputern nicht synchron. Dies bedeutet, dass die Clientcomputer normalerweise nicht darauf warten, dass das Netzwerk beim Start und bei der Anmeldung vollständig initialisiert wird. Dies kann einfach überschrieben werden, indem Sie beim Starten des Computers und bei der Einstellung der Anmelderichtlinie Immer auf das Netzwerk warten anwenden. Wenn diese Einstellung aktiviert ist, ist die Gruppenrichtlinienverarbeitung synchron. Dies kann jedoch manchmal zu einer langsamen Anmeldung auf Clientcomputern führen. Um dieses Problem zu beheben, können Sie versuchen, die Richtlinie auf den Standardstatus oder den deaktivierten Status zurückzusetzen. Folge diesen Schritten:

1.) Öffnen Sie die Gruppenrichtlinienverwaltung, indem Sie den Befehl gpmc.msc ausführen.

2.) Klicken Sie in der Gruppenrichtlinienverwaltung mit der rechten Maustaste auf die Standardrichtlinie für den Domänencontroller oder das Gruppenrichtlinienobjekt, das Sie für die Benutzeranmeldung konfiguriert haben, und wählen Sie Bearbeiten.

Windows 10 Domänencomputer kann sich nur langsam anmelden

3.) Wechseln Sie im Gruppenrichtlinienobjekt-Editor zu folgendem Speicherort:

Computerkonfiguration > Richtlinien> Administrative Vorlagen > System > Anmelden

Windows 10 Domänencomputer kann sich nur langsam anmelden

4.) Suchen Sie im rechten Bereich der Anmeldung nach der Richtlinieneinstellung Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk warten und überprüfen Sie ob diese Richtlinie möglicherweise aktiviert ist. Doppelklicken Sie auf die Einstellung, um sie zu ändern:

WICHTIG: Es wird empfohlen, den Hilfetext zu dieser Richtlinieneinstellung zu lesen, bevor Sie Änderungen vornehmen.

Windows 10 Domänencomputer kann sich nur langsam anmelden

5.) Setzen Sie den Richtlinienstatus auf Nicht konfiguriert und klicken Sie auf Übernehmen, OK. Schließen Sie den Grupenrichtlinienverwaltungs-Editor und aktualisieren Sie die GP-Engine, damit die Änderungen wirksam werden.

FIX 2 – Deaktivieren Sie vorübergehend den Schnellstart

Wenn Ihnen die Änderung der Gruppenrichtlinie nicht geholfen hat oder die Richtlinieneinstellung noch nie angewendet wurde, können Sie diese alternative Lösung ausprobieren.

Deaktivieren Sie den Schnellstart vorübergehend und prüfen Sie, ob das Problem behoben ist. In diesem Beitrag können Sie Fast Boot konfigurieren.

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Konfigurieren Sie die Authentifizierung auf Netzwerkebene für Remotedesktopverbindungen

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Authentifizierung auf Netzwerkebene für Remotedesktopverbindungen in Windows 10 mithilfe der Anwendung “Einstellungen” oder durch Manipulation der Registrierung konfigurieren.

In Windows 10 können Sie Remotedesktop von anderen Systemen aus zulassen. Hiermit können Sie ein Zielsystem über einen Client-Computer fernsteuern.

Wenn Sie Ihrem System Remotedesktopkonnektivität erlauben, öffnen Sie tatsächlich einen Port auf Ihrem System, den andere Systeme in Ihrem lokalen Netzwerk verbinden können. Wenn Sie die Remoteverbindung sichern möchten, müssen Sie die Netzwerkauthentifizierung (Network Level Authentication, NLA) aktivieren. Dies hat den Vorteil, dass sich Benutzer authentifizieren müssen, um eine Remotesitzung einzurichten. Auf diese Weise wird Ihre Remotedesktop-Konnektivität sicherer und verhindert, dass nicht autorisierte Benutzer eine Verbindung zu Ihrem System herstellen. Microsoft empfiehlt außerdem, Remotesitzungen nur mit aktiviertem NLA durchzuführen.

Hier sind die Methoden, die Sie bereitstellen können, um NLA auf Ihrem Windows-System zu aktivieren:

Konfigurieren der Authentifizierung auf Netzwerkebene für Remotedesktopverbindungen unter Windows 10/8/7

Methode 1 – Über die Einstellungs-App In Windows 10

1.) Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Start oder drücken Sie die Tasten Windows-Taste + X und wählen Sie Einstellungen.

2.) Navigieren Sie in der App Einstellungen zu System > Remotedesktop.

3.) Klicken Sie nun im rechten Bereich von Remote Desktop auf den Link Erweiterte Einstellungen.

4.) Aktivieren Sie unter Erweiterte Einstellungen die Option Computer müssen für Verbindungen die Authentifizierung auf Netzwerkebene verwenden (empfohlen).

Authentifizierung auf Netzwerkebene für Remotedesktopverbindungen

Diese Einstellung wird sofort angewendet, sodass Sie NLA über Remotesitzungen aktivieren. Eine weitere Alternative zum Aktivieren von NLA ist die Registrierungsmanipulation, die in Methode 2 unten erwähnt wird.

Methode 2 – Über den Registrierungseditor In Windows 10 / 8.1 / 8/7

Haftungsausschluss für die Registrierung: Es wird dringend empfohlen, zuerst einen Systemwiederherstellungspunkt zu erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten.

1.) Drücken Sie Windows-Taste + R und setzen Sie regedit in das Dialogfeld “Ausführen”, um den Registrierungseditor zu öffnen. OK klicken.

regedit

2.) Navigieren Sie im linken Bereich des Registrierungseditors zu folgendem Registrierungsschlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\WinStations\RDP-Tcp
Authentifizierung auf Netzwerkebene für Remotedesktopverbindungen

3.) Im rechten Bereich des Registrierungsschlüssels RDP-Tcp sehen Sie möglicherweise UserAuthentication mit dem Namen registry DWORD (REG_DWORD), der auf 0 gesetzt ist. Mit diesem Registrierungs-DWORD können Sie NLA in Windows 10 aktivieren / deaktivieren. Doppelklicken Sie also auf Dieses Registrierungs-DWORD, um seine Wertdaten zu ändern:

Authentifizierung auf Netzwerkebene für Remotedesktopverbindungen

4.) Setzen Sie abschließend die Wertdaten auf 1 und klicken Sie auf OK, um NLA zu aktivieren. Schließen Sie den Registrierungseditor und starten Sie den Rechner neu, damit die Änderungen wirksam werden.

Nach dem Neustart Ihres Systems wird NLA für Ihre Remotedesktopsitzungen aktiviert.

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Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren

Durch den schnellen Start wird Windows im Vergleich zum herkömmlichen Kaltstart schneller geladen. Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie den Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren.

Die Schnellstartfunktion wurde in Windows eingeführt, damit Ihr System im Vergleich zum herkömmlichen Kaltstart schnell startet. Mit Kaltstart ist das vollständige Herunterfahren und anschließende Neustarten Ihres Systems gemeint.

Wenn der Schnellstartmodus aktiviert ist, speichert das System beim Herunterfahren den Windows-Kernel und die Treiber in der Ruhezustandsdatei (hiberfil.sys). Wenn das System neu gestartet wird, wird die Sitzung nicht mehr vom Windows-Kernel geladen, sondern direkt aus der Ruhezustandsdatei. Dann hilft es, den Starttyp des Systems zu reduzieren, daher der Name „Schnellstart“.

Aus Anwendersicht werden Sie praktisch einen vernachlässigbaren Unterschied beim Schnellstart und beim Kaltstart feststellen. Wenn der Schnellstart aktiviert ist, kann es jedoch vorkommen, dass Benutzer Probleme haben, wie z. B., dass Windows 10 nicht heruntergefahren wird, USB-Anschlüsse nicht funktionieren, Windows 10 nicht aus dem Energiesparmodus aufwacht usw. In diesen Fällen wird möglicherweise empfohlen, den Schnellstart zu deaktivieren Überprüfen Sie, ob das Problem dadurch behoben wird.

So können Sie den Schnellstart aktivieren oder deaktivieren:

Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren

Methode 1 – Verwenden von Energieoptionen

1.) Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Akkusymbol in der Taskleiste und wählen Sie Energieoptionen.

Energieoptionen

2.) Klicken Sie anschließend im Fenster Energieoptionen auf Auswählen, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll.

Energieoptionen

3.) Fahren Sie fort und klicken Sie im nächsten Bildschirm auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar.

Energieoptionen

4.) Scrollen Sie dann in demselben Fenster nach unten und deaktivieren Sie unter Einstellungen für Herunterfahren die Option Schnellstart aktivieren (empfohlen). Klicken Sie auf Änderungen speichern und schließen Sie das Fenster.

Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren

Dies sollte den Schnellstart deaktivieren.

Wenn diese Methode bei Ihnen nicht funktioniert, versuchen Sie es mit der unten genannten Methode 2.

Methode 2 – Verwenden des Registrierungseditors

Haftungsausschluss für die Registrierung: Es wird dringend empfohlen, zuerst einen Systemwiederherstellungspunkt zu erstellen, bevor Sie die Registrierung bearbeiten.

1.) Drücken Sie Windows-Taste + R und setzen Sie regedit in das Dialogfeld “Ausführen”, um den Registrierungseditor zu öffnen. OK klicken.

regedit

2.) Navigieren Sie im linken Bereich des Registrierungseditors zu folgendem Registrierungsschlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager\Power
Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren

3.) Im rechten Bereich des Registrierungsschlüssels “Power” sehen Sie die benannte Registrierungszeichenfolge “HiberbootEnabled” (REG_DWORD). Doppelklicken Sie auf dieses DWORD, um dessen Wertdaten zu ändern:

Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren

4.) Setzen Sie die Wertdaten auf 0, um den Schnellstart zu deaktivieren. Klicken Sie auf OK und schließen Sie den Registrierungseditor. Starten Sie den Computer neu, damit die Änderungen wirksam werden.

Um den Schnellstart später wieder zu aktivieren, aktivieren Sie einfach die Option Schnellstart einschalten (empfohlen) oder setzen Sie HiberbootEnabled-Registrierungs-DWORD auf 1 und starten Sie den Rechner neu.

Ich hoffe das ich Euch mit diesem Beitrag “Schnellstart in Windows 10 aktivieren / deaktivieren” weiterhelfen konnte. Gerne dürft Ihr auch einen Kommentar hinterlassen ob dieser Beitrag hilfreich war.

Windows 10 Schnellstart im Detail

Windows 10 verfügt über eine integrierte Schnellstart-Funktion. Wird ein PC unter Windows 10 gestartet, absolviert das System normalerweise drei Phasen: Preboot, Initialisierung des Systems und der Treiber und abschließend das Starten der Anwendersitzung. Der Schnellstart optimiert die zweite Phase des Bootvorgangs. Wird der PC mit aktivierter Schnellstart-Funktion ausgeschalten, wird das Betriebssystem nicht vollständig heruntergefahren. Alle Programme werden geschlossen und der User wird abgemeldet. Der Zustand gleicht zu diesem Zeitpunkt in etwa jenem nach dem Einschalten des Gerätes. Diesen Umstand nutzt der Schnellstart: es wird die Datei hiberfil.sys erzeugt, welche diesen Status auf der Festplatte des PC speichert. Beim Neustart des Rechners wird der Kernel und die Treiber nicht neu geladen, was zur Zeitersparnis führt.

Windows 10 Schnellstart im Detail

Mögliche Probleme beim Schnellstart von Windows 10

Da der Schnellstart kein vollständiger Boot-Vorgang darstellt, können einige Probleme auftreten:

  1. Bei aktivierter Schnellstart-Funktion steht weniger Speicherplatz zur Verfügung, da die Datei hiberfil.sys meist mehrere Gigabyte Festplattenspeicher belegt.
  2. Beim Betreiben von Windows 7 und Windows 8/10 auf getrennten Partitionen auf einem System können Datenträgerfehler auftreten.
  3. hochfahren von Windows über sogenannte Magic Packets per Netzwerk (WOL, Wake on LAN) funktioniert nicht.
  4. Da die Treiber beim Schnellstart nicht neu geladen werden, können Probleme nach dem Start auftreten. (z. B. beim Tablet: Touch-Funktion oder WLAN arbeiten nicht korrekt)

Deaktivieren des Schnellstarts

  1. Rufen Sie über die Systemsteuerung die Energieverwaltung auf.
  2. Klicken Sie auf der linken Seite auf den Eintrag „Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“.
  3. Die Option zum Ändern des Startverhaltens ist vorerst ausgegraut.
  4. Klicken Sie an der oberen Stelle des Fensters auf den Eintrag „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“. Dazu werden Administratorrechte auf dem PC benötigt.
  5. Nun sollte die Option „Schnellstart aktivieren“ änderbar sein und Sie können das Häkchen entfernen.