Windows 10 Schnellstart im Detail

Windows 10 verfügt über eine integrierte Schnellstart-Funktion. Wird ein PC unter Windows 10 gestartet, absolviert das System normalerweise drei Phasen: Preboot, Initialisierung des Systems und der Treiber und abschließend das Starten der Anwendersitzung. Der Schnellstart optimiert die zweite Phase des Bootvorgangs. Wird der PC mit aktivierter Schnellstart-Funktion ausgeschalten, wird das Betriebssystem nicht vollständig heruntergefahren. Alle Programme werden geschlossen und der User wird abgemeldet. Der Zustand gleicht zu diesem Zeitpunkt in etwa jenem nach dem Einschalten des Gerätes. Diesen Umstand nutzt der Schnellstart: es wird die Datei hiberfil.sys erzeugt, welche diesen Status auf der Festplatte des PC speichert. Beim Neustart des Rechners wird der Kernel und die Treiber nicht neu geladen, was zur Zeitersparnis führt.

Windows 10 Schnellstart im Detail

Mögliche Probleme beim Schnellstart von Windows 10

Da der Schnellstart kein vollständiger Boot-Vorgang darstellt, können einige Probleme auftreten:

  1. Bei aktivierter Schnellstart-Funktion steht weniger Speicherplatz zur Verfügung, da die Datei hiberfil.sys meist mehrere Gigabyte Festplattenspeicher belegt.
  2. Beim Betreiben von Windows 7 und Windows 8/10 auf getrennten Partitionen auf einem System können Datenträgerfehler auftreten.
  3. hochfahren von Windows über sogenannte Magic Packets per Netzwerk (WOL, Wake on LAN) funktioniert nicht.
  4. Da die Treiber beim Schnellstart nicht neu geladen werden, können Probleme nach dem Start auftreten. (z. B. beim Tablet: Touch-Funktion oder WLAN arbeiten nicht korrekt)

Deaktivieren des Schnellstarts

  1. Rufen Sie über die Systemsteuerung die Energieverwaltung auf.
  2. Klicken Sie auf der linken Seite auf den Eintrag „Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“.
  3. Die Option zum Ändern des Startverhaltens ist vorerst ausgegraut.
  4. Klicken Sie an der oberen Stelle des Fensters auf den Eintrag „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“. Dazu werden Administratorrechte auf dem PC benötigt.
  5. Nun sollte die Option „Schnellstart aktivieren“ änderbar sein und Sie können das Häkchen entfernen.

Windows 10 Fall Creators Update

Zum 17.10.17 wurde das Windows 10 Fall Creators Update gelauncht und geht nun wie üblich in die Verteilung. Je nach Einstellung werden Geräte demnach früher oder später über Windows Update auf die neue Version 1709 gehoben. Für all jene, die die Version 1703 aus dem Frühjahr bis dahin aufgeschoben hatten und über keine CBB oder LTSB Version von Windows 10 Pro verfügen, werden nun verpflichtet die 1703 einzusetzen.

Windows 10 Fall Creators UpdateIm Windows 10 Fall Creators Update gibt es wieder eine Reihe neuer Funktionen. Die Relevantesten laut Feedback der Kunden im Windows Insider Program sind dabei folgende:

  1. Verbesserte Gaming-Funktionen. Sie und bis zu 3 Freunde können mit Mixer auf Ihrem PC Streams in einer einzelnen Ansicht zusammenfassen. Außerdem können Sie für eine noch bessere Leistung ganz einfach über die Game Bar in den Game Mode wechseln.
  2. PDF-Dateien in Edge. Füllen Sie PDF-basierte Formulare in Microsoft Edge aus und erstellen Sie Notizen direkt in PDF-Dateien.
  3. Bessere Speicherverwaltung. Mit dem Windows 10 Creators Update wurde die Funktion hinzugefügt, nicht benötigte Dateien automatisch mit Storage Sense zu entfernen. Sie können nun auch einstellen, dass Dateien im Download-Ordner automatisch gelöscht werden.
  4. Ransomware-Schutzfunktionen. Windows Defender Antivirus verfügt jetzt über bestimmte Schutzfunktionen gegen gefährliche Apps und Bedrohungen wie WannaCry.
  5. Währungsumrechner im Rechner. Diese stark nachgefragte Funktion funktioniert sogar offline, wenn Sie auf Reisen sind.
  6. 6. OneDrive-Dateien auf Abruf. Greifen Sie im Datei-Explorer über die Cloud auf Ihre Dateien zu, ohne diese herunterzuladen und Speicherplatz auf Ihrem Gerät zu verbrauchen.

Mit dem Windows 10 Fall Creators Update wurden aber auch neue Versionen gelauncht:

Windows 10 S

Windows 10 S ist etwa eine spezifische Konfiguration von Windows 10 Pro, die eine vertraute, produktive und darüber hinaus sichere Windowsumgebung bereitstellt. Da ausschließlich Apps aus dem Windows Store verwendet werden und Sie mit Microsoft Edge auf sichere Weise browsen, sorgt Windows 10 S dafür, dass Sie jeden Tag sicher arbeiten können. Die von Microsoft ebenfalls propagierte Leistungsoptimierung des Betriebssystems konnte in Tests jedoch bisher nicht nachgestellt werden.

Windows 10 S wurde von Studierenden, Schülern und Lehrkräften inspiriert und zielt daher vor allem auf den Bildungsbereich ab, da insbesondere hier unerfahrene Endanwender aufgrund der Sicherheitsmerkmale geschützt werden. Es stellt jedoch ebenso eine Option für Windows-Kunden dar, die eine konsistente Sicherheit wünschen. Anders als bei Shape the Future bzw. Windows 10 Pro for Education ist hier der Bezug nämlich nicht zwingend auf den Bildungsbereich beschränkt. Es gelten jedoch hardwarespezifische Bestimmungen, sodass je nach Gerätewahl unterschiedliche Lizenzpreise aufgerufen werden.

Die ausschließliche Nutzung von Windows Store Apps sollte auch gegenüber dem Kunden in jedem Falle kommuniziert werden, da eben andere etwaig benötigte Anwendungen nicht installiert werden können. Hier setzt z. B. schon der Microsoft Browser Edge an, der die einzig sinnvolle Wahl über den Windows Store ist, denn Firefox oder Chrome werden im Store nicht angeboten. Zudem besteht nicht die Möglichkeit Windows 10 S in eine lokale Domäne einzubinden, sondern nur in ein Azure Active Directory. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Gegenüberstellung der Windows Versionen. Vorteilhaft ist in jedem Falle das von Microsoft angebotene kostenfreie Upgrade. So switchen Sie bequem bis Ende des Jahres über den Windows Store zu einem vollwertigen Windows 10 Pro!

Windows 10 Pro for Workstations

Windows 10 Pro for Workstations ist eine neue Windows-Edition mit einzigartiger Unterstützung von Hardware auf Serverniveau für anspruchsvolle geschäftskritische und rechenintensive Einsatzzwecke.

1. Arbeitsstation-Modus: Windows 10 Pro for Workstations verfügt über einen neuen Arbeitsstation-Modus, in dem die betreffenden Betriebssystemroutinen bei rechenintensiven Aufgaben und Softwareanwendungen mit aufwendiger Grafikverarbeitung so optimiert werden, dass ein merklicher Leistungsschub erzielt wird. In diesem Modus gibt es auch eine neue Task-Manager-Ansicht, in der erfahrene Benutzer die GPU-Nutzung verfolgen können und sicherstellen können, dass ihr High-End-PC die gewünschte Leistung auf höchstem Niveau liefert.

2. Belastbares Dateisystem: ReFS ist der Nachfolger von NTFS, eine der Hauptstützen von Windows in den vergangenen Jahren. Eine Erneuerung des Dateisystems war längst fällig. ReFS ist für Fehlertoleranz, den Umgang mit großen Datenmengen, automatische Korrektur und vieles andere optimiert und ist gleichzeitig abwärtskompatibel mit NTFS.

3. Schnellere Freigabe von Dateien: High-End-Arbeitsstationen werden oft für die Verarbeitung von großen Datenmengen eingesetzt. Windows 10 Pro for Workstations enthält eine Implementierung des SMBDirect-Protokolls, das R-DMA für über das Netzwerk verbundene PCs ermöglicht. Dies sorgt für eine erhebliche Steigerung des Netzwerkdurchsatzes und eine Reduzierung der Latenz. Zudem werden CPU-Zyklen freigesetzt, die für anderweitig verwendet werden können.

4. Erweiterte Hardwareunterstützung: Windows 10 Pro for Workstations verdoppelt die Unterstützung von physischen CPUs von zwei auf vier CPUs, wodurch sich die reine Rechenleistung von High-End-Computern verdoppelt. Die Unterstützung des Arbeitsspeichers wurde auf 6 TB erweitert.

Windows 10 Feature Updates mit WSUS verteilen

Wir hatten in der letzten Zeit verstärk Probleme beim Verteilen der Windows 10 Feature Updates (1703) über den WSUS. Damit der WSUS (Windows Server Updates Services) diese Feature Updates richtig verteilen kann, sind doch einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Windows 10 Feature Updates mit WSUS verteilen

Zuerst muss überprüft werden, ob das Windows Updates KB3095113 (Microsoft Update zur Aktivierung der WSUS-Unterstützung für Windows 10 Feature-Upgrades) installiert ist. Auf dem WSUS muss dazu auch im Bereich „Produkte/Klassifizierungen“ die notwendigen Windows 10 Komponenten aktiviert und die danach heruntergeladenen Updates auch für die Installation freigeben werden.

Windows 10 Feature Updates mit WSUS verteilen

Darüber hinaus gibt es noch eine Kleinigkeit was Ihr unbedingt überprüfen müsst. Diesen Fehler sucht man sonst ewig und man kommt unter umständen auch nicht gleich darauf.

Im Internetinformationsdienste (IIS)-Manager muss unbedingt der MIME Typ .ESD hinzufügen werden!

Wichtig ist, dass Ihr die Dateinamenerweiterung „.ESD“ mit dem MIME-Typ

application/octet-stream

anlegt oder dieser Eintrag zumindest vorhanden sein muss. Hat euch dieser Eintrag gefehlt und habt diesen MIME Typ nun hinzugefügt, solltet Ihr einmal den WSUS Server neu starten. Nachdem der WSUS Server neu gestartet ist, sollten die Clients sofort mit dem Download des Windows 10 Funktionsupdates beginnen.

Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Clients dann das Feature Update heruntergeladen, wie Ihr oben erkennen könnt. Danach kann das Feature Update dann problemlos installiert werden. Somit ist das Problem nun endlich gelöst.

WLAN Probleme mit Intel Centrino Advanced-N 6235

Leider besteht noch immer das eine oder andere Problem mit den Treibern für den Chip Intel Centrino Advanced-N 6235 unter Microsoft Windows 10 (Getestet unter Microsoft Windows 10 Professional 64 Bit).
Problem hierbei ist, dass die Verbindung zum WLAN zwar steht, jedoch werden keinerlei Pakete mehr übertragen. Im Webbrowser sei es der Mozilla Firefox oder der Microsoft Edge werden keine Webseiten mehr geladen und enden in einem Timeout.
Aktuell sind die WLAN Probleme mit Intel Centrino Advanced-N 6235 so schlimm, dass man keine 2 Stunden am Stück ohne Unterbrechungen der WLAN Verbindung arbeiten kann.
Teilweise hilft es den WLAN Adapter zu deaktivieren und wieder zu aktivieren, in manchen Fällen muss hier Windows neu gestartet werden.
Der Versuch das Problem mit der Diagnose Funktion von Microsoft zu beheben schlägt fehl.

Dieser liegt in bei mir in der Treiberversion 15.18.0.1 vom 30.04.2015 vor.

WLAN Probleme mit Intel Centrino Advanced-N 6235

Neuere Treiber werden derzeit von Intel noch nicht angeboten.
Sobald Intel oder Microsoft über Windows Update neue Treiber zur Verfügung stellt, werde ich euch hier im Blog darüber informieren.

 

Microsoft Windows 10 – Erste Erfahrungen

Ich habe jetzt Microsoft Windows 10 seit dem 04.08.2015 auf meinen Dell Laptop installiert und möchte hier über die ersten Erfahrungen kurz berichten. Das Upgrad umfasste ca. 2,7 GB und dauerte bei mir ca. 3 Stunden das System aktualisiert wurde. Der Download ist bei mir bei ca. 20% abgebrochen und musste händisch neu gestartet werden. Danach lief aber alles reibungslos durch. Ich muss sagen, dass ich bis auf vereinzelte WLAN Probleme (Verbindungsabbrücke sowie schlechts Signal) keine nennenswerte Fehler feststellen können.Das Update von Intel war hierzu aber nach 2 Tagen verfügbar und nach der Installation waren diese Fehler auch sofort verschwunden.
Zuvor war das Mirosoft Windows 8.1 Professional installiert. Hier hat mir persönlich das Startmenü gefehlt, dieses ist nun zum Glück wieder in der Version 10 vorhanden.
Wie es mit der kompatibilität von Programmen aussgeht, kann ich hier an dieser Stelle nur sagen, das es mit dem Microsoft Office 2010 sowie ESET keine Probleme gibt. Daher rate ich Unternehmen noch davon ab auf Windows 10 umzustellen und hier erst noch etwas abzuwarten bis auch von den Software Anbietern grünes Licht für den Wechsel gegeben wird.

Microsoft Windows 10 - Erste Erfahrungen
Bildquelle: Microsoft

Mein Fazit: Das Microsoft Windows 10 macht einen sehr guten Eindruck, sieht schick aus, ist schnell und dazu stabil.